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12.09.2019 - Viechtacher Bayerwald Bote

Heißer Brand, coole Wehr


Übung der Feuerwehren Linden, Altnußberg,Teisnach und Patersdorf

Geiersthal. Rauch aus der Garage, zwei vermisste Personen und ein Anwesen am Dorfrand. Das ist die Herausforderung, der vier Feuerwehren am vergangenen Freitag gegenübergestanden sind.
Geplant wurde die Übung von Anton Zitzelsberger, dem Kommandanten der Freiwilligen Feuerwehr Linden. Doch dieses Mal war er nicht der Einsatzleiter, sondern die "Leitstelle" und er alarmierte die Feuerwehren Linden, Altnußberg, Teisnach und Patersdorf, um den Brand zu bekämpfen und die vermissten Personen zu retten. So setzte sich der Löschzug in Bewegung und die ganze Maschinerie lief an.
Die Lindener Wehr mit ihrem Einsatzleiter, dem stellvertretenden Kommandanten Norbert Ernst, fuhr das Anwesen direkt an und setzte den ersten Verteiler. Danach betrat der erste Angriffstrupp mit schwerem Atemschutz und kompletter Ausrüstung die vollkommen verrauchte Garage und rettete die zwei vermissten Personen.
Gleichzeitig begannen die ersten Löscharbeiten. Um die Wasserförderung über eine lange Schlauchstrecke zu üben, wurde mit Absicht der näher gelegene Hydrant nicht benutzt. Die Wasserversorgung für die Anfangszeit übernahmen daher die Fahrzeuge aus Teisnach und Linden mit ihren insgesamt etwa 7000 Liter Löschwasser fassenden Tanks.
Eine Feuerwehrpumpe kann diese Menge jedoch bereits nach wenigen Minuten verbraucht haben. Um auch weiterhin genügend Löschwasser zur Verfügung zu haben, wurde daher vom Lindener Dorfweiher Wasser angesaugt und über eine Schlauchstrecke von 800 Meter befördert, um die Einsatzstelle zu versorgen. Der Aufbau der Strecke wurde von allen beteiligten Feuerwehren durchgeführt.
Bei der anstehenden Bergung von Gefahrstoffbehältern und der Belüftung der Garage waren außerdem Atemschutztrupps der Wehren von Patersdorf und Teisnach im Einsatz. Die gesamte Übung dauerte insgesamt rund zwei Stunden. Danach ging es für alle beteiligten Wehren zurück zum Lindener Gerätehaus zur Nachbesprechung.
Der Kreisbrandmeister Michael Maimer zeigte sich sehr zufrieden mit der Leistung der Feuerwehren und lobte vor allem das ruhige und besonnene Arbeiten an der Einsatzstelle. Natürlich könne es auch zu Fehlern kommen, aber um diese zu entdecken, brauche es Übungen wie diese, zur Förderung des Zusammenspiels, um im Einsatzfall der Bevölkerung die bestmögliche Hilfe zukommen zu lassen, so Maimer weiter.
Kommandant Anton Zitzelsberger und dessen Stellvertreter Norbert Ernst konnten sich dieser Meinung nur anschließen und bedankten sich bei allen Wehren für die zahlreiche Teilnahme an der Übung. Sie waren sehr zufrieden mit dem Ablauf der Übung. Zudem bedankten sie sich nochmals bei Familie Pointinger für das zur Verfügung gestellte Übungsobjekt. Text: pnp/vbb; Foto: Frank Feuerecker






Viechtach 5. Juli 2019 - Viechtacher Bayerwald-Bote

Löschwasser über weite Strecken befördern

Landkreisübergreifende Übung von elf Feuerwehren aus den Landkreisen Regen und Deggendorf

Grub. Der Löschwassertransport über eine Strecke von zwei Kilometern und 130 Höhenmeter war das Ziel der Wasserförderungsübung vergangenen Dienstag in Grub. 100 Feuerwehrmänner und -frauen von elf Feuerwehren aus den Landkreisen Deggendorf und Regen bauten gemeinsam an der langen Schlauchleitung.
Organisiert wurde die Übung von der Feuerwehr Bergern. Schon seit einigen Jahren gibt es regelmäßig solche landkreisübergreifenden Übungen. Da es auch im Ernstfall vorkomme, dass Feuerwehren aus den Landkreisen Deggendorf und Regen zusammenarbeiten, schade es nicht, auch regelmäßig gemeinsam zu üben, sagte Andreas Bauer, Kommandant der Feuerwehr Bergern und Einsatzleiter der Übung. Wie wichtig die Zusammenarbeit über die Landkreisgrenze hinweg ist, betonten auch Stephan Wagner, Kreisbrandmeister im Landkreis Deggendorf, sowie sein Kollege aus dem Landkreis Regen, Thomas Märcz.
Als Brandobjekt nahmen die Feuerwehren ein Gehöft mit angrenzendem Wald an. Als Wasserentnahmestelle diente der Hohlbauern-Waldbach direkt beim Feuerwehrgerätehaus der Feuerwehr Bergern. „Das ist, vor allem auch im Sommer, der wasserreichste Bach in der Umgebung“, erklärte Bauer. Um an das Wasser zu kommen, ließen seine Kameraden eine Saugleitung zu Wasser. Die damit verbundene Pumpe bildete den Startpunkt für die fast zwei Kilometer lange Schlauchleitung. Da das Löschwasser einen Höhenunterschied von 130 Metern überwinden musste, waren die Tragkraftspritzen aller beteiligten Feuerwehren nötig. In regelmäßigen Abständen wurden sie zwischen die Schläuche gesetzt, um den nötigen Wasserdruck zu gewährleisten.
Trotz eines Pumpenausfalls bei einer beteiligten Feuerwehr – auch im Ernstfall muss man mit solchen Vorkommnissen rechnen – schafften die Wehren es, das Wasser bis zum Ziel zu pumpen. Oben angekommen gab es in der Abendsonne sogar einen kleinen Regenbogen zu bestaunen. Ein weiteres Problem, mit dem die Übungsteilnehmer konfrontiert waren, war der schlechte Funkempfang. Um diesen zu verbessern, kam ein Funk-Repeater zum Einsatz. „Das Aufstellen eines solchen Repeaters sollte immer von einer Feuerwehrführungskraft angeordnet werden“, erklärte Märcz.
Nach dem Rückbau trafen sich die rund 100 Übungsteilnehmer zur Nachbesprechung beim Feuerwehrgerätehaus in Grub. Wie schon zuvor durch die reibungslose Zusammenarbeit während der Übung wurde dabei die gute Nachbarschaft zwischen den Feuerwehren deutlich. „Wir dürfen uns nicht verschließen, sondern müssen aufeinander zugehen“, sagte Märcz. Wagner betonte die Relevanz der Übung im Bezug auf die aktuell hohe Waldbrandgefahr und forderte die Teilnehmer auf, auf Landwirte mit leeren Güllefässern zuzugehen, um eine flächendeckende Löschwasserversorgung sicherzustellen. Wagner begrüßte zudem seinen Kreisbrandmeisterkollegen Frank Locklair.
Die beteiligten Wehren kamen aus Bergern, Grafling, Hirschberg, Alberting, Gotteszell, Ruhmannsfelden, Patersdorf, Zachenberg, Achslach, Triefenried und Lämmersorf.
Die landkreisübergreifende Übung findet jedes Jahr am ersten Dienstag im Juli statt. Ausrichter ist immer eine andere der teilnehmenden Feuerwehren. Text und Fotos: pnp/Augustin