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Viechtach 5. Juli 2019 - Viechtacher Bayerwald-Bote

Löschwasser über weite Strecken befördern

Landkreisübergreifende Übung von elf Feuerwehren aus den Landkreisen Regen und Deggendorf

Grub. Der Löschwassertransport über eine Strecke von zwei Kilometern und 130 Höhenmeter war das Ziel der Wasserförderungsübung vergangenen Dienstag in Grub. 100 Feuerwehrmänner und -frauen von elf Feuerwehren aus den Landkreisen Deggendorf und Regen bauten gemeinsam an der langen Schlauchleitung.
Organisiert wurde die Übung von der Feuerwehr Bergern. Schon seit einigen Jahren gibt es regelmäßig solche landkreisübergreifenden Übungen. Da es auch im Ernstfall vorkomme, dass Feuerwehren aus den Landkreisen Deggendorf und Regen zusammenarbeiten, schade es nicht, auch regelmäßig gemeinsam zu üben, sagte Andreas Bauer, Kommandant der Feuerwehr Bergern und Einsatzleiter der Übung. Wie wichtig die Zusammenarbeit über die Landkreisgrenze hinweg ist, betonten auch Stephan Wagner, Kreisbrandmeister im Landkreis Deggendorf, sowie sein Kollege aus dem Landkreis Regen, Thomas Märcz.
Als Brandobjekt nahmen die Feuerwehren ein Gehöft mit angrenzendem Wald an. Als Wasserentnahmestelle diente der Hohlbauern-Waldbach direkt beim Feuerwehrgerätehaus der Feuerwehr Bergern. „Das ist, vor allem auch im Sommer, der wasserreichste Bach in der Umgebung“, erklärte Bauer. Um an das Wasser zu kommen, ließen seine Kameraden eine Saugleitung zu Wasser. Die damit verbundene Pumpe bildete den Startpunkt für die fast zwei Kilometer lange Schlauchleitung. Da das Löschwasser einen Höhenunterschied von 130 Metern überwinden musste, waren die Tragkraftspritzen aller beteiligten Feuerwehren nötig. In regelmäßigen Abständen wurden sie zwischen die Schläuche gesetzt, um den nötigen Wasserdruck zu gewährleisten.
Trotz eines Pumpenausfalls bei einer beteiligten Feuerwehr – auch im Ernstfall muss man mit solchen Vorkommnissen rechnen – schafften die Wehren es, das Wasser bis zum Ziel zu pumpen. Oben angekommen gab es in der Abendsonne sogar einen kleinen Regenbogen zu bestaunen. Ein weiteres Problem, mit dem die Übungsteilnehmer konfrontiert waren, war der schlechte Funkempfang. Um diesen zu verbessern, kam ein Funk-Repeater zum Einsatz. „Das Aufstellen eines solchen Repeaters sollte immer von einer Feuerwehrführungskraft angeordnet werden“, erklärte Märcz.
Nach dem Rückbau trafen sich die rund 100 Übungsteilnehmer zur Nachbesprechung beim Feuerwehrgerätehaus in Grub. Wie schon zuvor durch die reibungslose Zusammenarbeit während der Übung wurde dabei die gute Nachbarschaft zwischen den Feuerwehren deutlich. „Wir dürfen uns nicht verschließen, sondern müssen aufeinander zugehen“, sagte Märcz. Wagner betonte die Relevanz der Übung im Bezug auf die aktuell hohe Waldbrandgefahr und forderte die Teilnehmer auf, auf Landwirte mit leeren Güllefässern zuzugehen, um eine flächendeckende Löschwasserversorgung sicherzustellen. Wagner begrüßte zudem seinen Kreisbrandmeisterkollegen Frank Locklair.
Die beteiligten Wehren kamen aus Bergern, Grafling, Hirschberg, Alberting, Gotteszell, Ruhmannsfelden, Patersdorf, Zachenberg, Achslach, Triefenried und Lämmersorf.
Die landkreisübergreifende Übung findet jedes Jahr am ersten Dienstag im Juli statt. Ausrichter ist immer eine andere der teilnehmenden Feuerwehren. Text und Fotos: pnp/Augustin




Viechtach 28. Februar 2019 - Viechtacher Bayerwald-Bote

Prüfung in Technischer Hilfeleistung geschafft

14 Mitglieder der FFW Ruhmannsfelden sowie die Kommandanten der FFW Patersdorf im THL-Test

Ruhmannsfelden. Hervorragende Arbeit hatten an zwei Samstagen 13 Kameraden und eine Kameradin von der Feuerwehr Ruhmannsfelden und die beiden Kommandanten der Feuerwehr Patersdorf bei der THL (Technische Hilfeleistung)-Prüfung der Variante B nach den neuen Richtlinien, wieder hingelegt.
Bei der Variante B kamen einige Punkte dazu, so dass die Leistungsprüfung insgesamt praxisorientierter wird. Neu ist dabei ein Unfallfahrzeug mit einer eingeklemmten Person, wofür sich eine Person der Feuerwehr zur Verfügung gestellt hatte, die betreut werden muss. Die benötigten Geräte mussten gesondert aufgebaut werden.
Neu sind auch Zusatzfragen. Dabei muss die Inbetriebnahme von verschiedenen Ausrüstungsgegenständen der THL erklärt werden. Großer Wert wird auf sicheren Umgang mit den entsprechenden Geräten gelegt, wobei die Verwendung unter anderem von Motorsäge, Trennschleifer, hydraulischem Rettungssatz oder Greifzug erklärt werden muss.
Dabei legten sich die zwei Gruppen mächtig ins Zeug. Es ist der intensiven Vorbereitung durch die beiden Ausbilder der Feuerwehr Ruhmannsfelden, Christian Kauer und Florian Kopp, zu verdanken, dass an den zwei Samstagen die Prüflinge eine super Leistung an den Tag legten. Sie hatten vormittags angefangen und am Nachmittag war die Abnahme.
An beiden Tagen fungierten abwechselnd als Schiedsrichter Markus Weiß (erster Kommandant der FFW Patersdorf), Rudi Edenhofer (erster Kommandant FFW Ruhmannsfelden), Sigi Engl (zweiter Kommandant FFW Moosbach) und Max Jungbeck (Ehrenkommandant FFW Ruhmannsfelden). Sie gratulierten den 16 Feuerwehrleuten bei der Übergabe der Leistungsabzeichen.
Die Schiedsrichter Markus Weiß und Sigi Engl lobten die sehr ruhige und besonnene Arbeitsweise und dankten auch dem ersten Kommandanten Rudi Edenhofer sowie den Ausbildern. Abschließend waren alle Beteiligten zu einer Brotzeit eingeladen zum Dank dafür, dass sie ihren freien Samstag geopfert hatten.
Anschließend stellte Edenhofer fest: „Als Kommandant kann ich stolz auf meine Mannschaft sein – das habt ihr gut gemacht“.

Leistungsabzeichen
Bronze: Achim Bänsch, Daniel Hausladen.
Silber: Jonas Wagner, Dominik Wagner.
Gold: Mathias Wagner, Thommy Märcz, Verena Mückl, Christoph Baumgartner Dominik Steinbauer, Florian Schmerbeck.
Gold-Blau: Reinhard Marchl (zweiter Kommandant FFW Patersdorf).
Gold-Grün: Christian Kauer, Markus Weiß (1. Kommandant FFW Patersdorf), Mathias Tax und Florian Kopp.
Gold-Rot: Vorstand Andreas Bauer.
Text und Foto: pnp/dr