Jahreshauptversammlung

Viechtach 11. März 2019 - Viechtacher Bayerwald-Bote

Vorfreude aufs neue Fahrzeug

Zahl der Einsätze für FFW Patersdorf leicht gestiegen – gute Personalsituation

Patersdorf. Zur gut besuchten Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Patersdorf begrüßte Vorsitzender Dominik Biermeier neben den 1. Bürgermeister Willi Dietl und seinen Stellvertreter Richard Kauer auch einige Gemeinderäte sowie Kreisbrandinspektor Christian Stiedl. Einen besonderen Gruß richtete er an Ehrenkommandanten Alois Weiß, die anwesenden Ehrenmitglieder und die passiven Mitglieder.
Nach dem Totengedenken berichtete Vorstand Biermeier aus dem Vereinsleben. An 32 Veranstaltungen hatte die Feuerwehr teilgenommen. Herausragend dabei waren Jahrtag, das Gartenfest und der Ball sowie die kirchlichen Veranstaltungen, bei denen die Feuerwehr immer gut vertreten war. Zudem besuchte man eine Reihe von Veranstaltungen der befreundeten Dorf- und Nachbarvereine. Schriftführer Hans Stöger verlas anschließend das Protokoll aus dem Vorjahr. Er sprach von einem stabilen Mitgliederstand von 156 Personen. Kassenwart Martin Kauschinger war es vorbehalten, von einer nach wie vor guten und gesunden Finanzlage des Vereins zu berichten. Dies sahen auch die Kassenprüfer Herbert Zitzelsberger und Hans Fenzl so. Sie beantragten die Entlastung der Vorstandschaft, was eine Formsache war.
Kommandant Markus Weiß als Chef der Aktiven ließ zunächst das Übungsgeschehen mit 27 Einheiten und 572 Gesamtstunden Revue passieren. Hinzu kommen noch 24 Jugendübungen mit nochmals 70 Stunden. Die Übungen gliederten sich auf in 13 Monats-, 7 Atemschutz-, 24 Jugend- und Sonderübungen. Die Übungsbeteiligung entsprach knapp dem Vorjahr. Der Kommandant ah aber immer Luft nach oben, „weil eine gute Übung im Ernstfall eine entscheidende Hilfe ist“, sagte Weiß. Die Sonderübungen an der Schule und zweimal bei der Firma Wittenzellner ragten insgesamt heraus, so der Kommandant. Zu den Übungen kamen übers Jahr auch die Brandschutzerziehung an der Schule, der Besuch des Brandübungscontainers, eine Grundschulung des Gasversorgers, Löschmeister- und Kommandanten-Versammlungen, die Ehrenzeichenverleihung und sonstige Verpflichtungen wie Lehrgänge oder der Besuch an der Feuerwehrschule ins Regensburg.
Markus Weiß lobte die rege Arbeit der Kinderfeuerwehr um Tanja und Erwin Haslböck, Beate Schlögl und Maria Rose. Hier konnte man das gesamte Jahr eine Reihe von Kindern zu sehr sinnvollen Themen motivieren und für die Idee der Feuerwehr heranführen. Gleiches gilt für die Jugendfeuerwehr um Jugendwart Dominik Paukner, der mit seiner aktiven Gruppe insgesamt 24 Übungen bestritt und gesellschaftlich beim Christkindlmarkt, beim Friedenslicht und dem Rama dama dabei war.
Die Einsatzzahl mit 38 Alarmierungen sei im Vergleich zum Vorjahr leicht gestiegen, wobei die technischen Hilfeleistungen mehr als Hälfte der Ernstfälle ausmachen, berichtete Markus Weiß weiter. Neben acht Brand-Einsätzen stehen noch ein so genannter ABC Einsatz, der aber harmlos war, und zwei Sicherheitswachen, sowie sechs sonstige Tätigkeiten auf dem Einsatzprotokoll, so dass von den aktiven Feuerwehrleuten im Jahr insgesamt 656 Einsatzstunden geleistet worden sind. Der Kommandant lobte die nach wie vor gute Einsatzbereitschaft seiner Kameraden und versicherte, dass ein Großteil der Gesellschaft der Arbeit der Feuerwehr sehr positiv gegenüberstehe.
Für den Bereich der Maschinisten-Ausbildung berichtete Ausbildungsleiter Hans Stöger, dass die Feuerwehr Patersdorf derzeit über 25 Maschinisten und 16 Fahrer für das Tanklöschfahrzeug verfüge. Damit habe man keine Probleme, diese wichtigen Funktionen im Einsatzfall zu besetzen. Er wies auf die sechs Übungen und Schulungen hin, die von insgesamt 57 Kameraden besucht wurden. Namentlich dankte er Rudolf und Roland Maier, sowie Christoph Seidl für die Unterstützung. Der Dank ging auch an Michael Kauschinger, der für den Bereich den Funkbereich zuständig ist.
Für den Bereich der Meldeempfänger gab Stöber bekannt, dass er Ende des vergangen Jahres von den 43 Geräten 20 geprüft habe und dabei insgesamt 18 in Ordnung waren oder lediglich kleinere Mängel hatten. Nachdem diese Technik jetzt 30 Jahre alt ist und die Einführung der Digitalgeräte sich noch verzögert, überlegt man sich, ob man trotzdem noch analoge Geräte anschaffen sollte. Stöger erinnerte zudem an die wöchentlich vorgeschriebenen Selbsttests und den Probealarm, den jeder ernst nehmen sollte.
Für den Bereich des Atemschutzes berichtet Kommandant Weiß, dass man bisher im Ernstfall immer zwei Trupps dabei hatte, was sehr zufrieden stellend sei, weil diese Einsatzkräfte sehr wichtig sind und auch sehr viel üben müssen. Markus Weiß ging dann auf die Anschaffung neuer Schutzanzüge im vergangen Jahr und auf die Bestellung des neuen Tanklöschfahrzeuges LF 20 ein, das das 25 Jahre alte LF 16 ersetzen soll. Hier sprach er der Gemeinde Patersdorf unter Bürgermeister Willi Dietl ein großes Lob aus, weil die Anschaffung unbürokratisch genehmigt worden ist. Die neuen Anzüge hätten sich schon bestens bewährt. Mit der Auslieferung des Fahrzeugs könne man in zwei Jahren mit der Auslieferung rechnen. Die Feuerwehr freue sich auf das neue Fahrzeug, so ließ der Feuerwehrchef durchblicken.
In seinem Grußwort hob Bürgermeister Dietl die hohe Wertschätzung der Kommune für ihre Feuerwehr hervor, die sich in wichtigen Anschaffungen widerspiegeln. Bei vielen Einsätzen übers Jahre zeige die Feuerwehr ihre große Bedeutung und darauf sei er als Bürgermeister stolz. Dietl führte die gute Personalsituation der Feuerwehr auch auf die gute Führungsarbeit zurück.
Auch Kreisbrandinspektor Christian Stiedl lobte die Feuerwehr Patersdorf für ihre hohe Einsatzbereitschaft und vor allem ihre wertvolle Ausbildungsarbeit.
Außerdem standen Ehrungen und Beförderungen an. Zum Löschmeister wurden Dominik Biermeier und Dominik Paukner befördert. Geehrt wurden für zehn Jahre aktive Dienstzeit Adolf und Florian Muhr sowie Thomas Rohrmoser, für 20 Jahre Florian Haslböck und für 30 Jahre Walter Marchl. Text und Fotos: hf/pnp